Freitag, 9. Juni 2017

Seagate ST1000DX001-1NS162 SHDD :: Taugt nicht

Ich sag's mal so. Gekauft, gefreut, sehr geärgert.

1. Tag

Am Mittwoch morgen kam das Ding hier an. Windows 10 installiert. Es bootet danach oder eben nicht. Merkwürdige Aussetzer. Ein Blick in Syslog: Erste Hänger im Dateisystem. Scandisk reklamierte und reparierte diese... Gut, dass ich noch nicht alles über Windows vergessen habe. Ich werde den Rest meines Wissens über diese merkwürdige Softwaresammlung (und Windows) nämlich demnächst brauchen. Die Seriennummer stammt übrigens von einem "befreiten" Laptop, auf dem ganz gewiss kein Windows mehr installiert werden wird.

2. Tag

Windows 10 auf einer genau gleich großen Platte installiert, die aber nicht diesen tollen SSD-Teil (8 GB) hat. Das ging glatt durch.Windows 10 bootet zuverlässig.

Den Inhalt der "alten" Platte (hdd) unter Ubuntu mit
~> sudo dd if=/dev/sdA of=/dev/sdE bs=4096
# Tipp: Nicht einfach abschreiben, erst nachdenken!

auf die neue Platte ( ST1000DX001-1NS162) geschrieben, was bei 1 TB allerdings die eine oder andere Stunden dauert. Aber ich muss ja nicht jedem Byte dabei zujubeln. Platten umbauen, Windows booten. Ging scheinbar erst mal.

Also unter ubuntu den Bootmanager einrichten, auf der Windows-Platte Firefox, LibreOffice, Putty, WinSCP, Notepad++ und VMWare installieren.

3. Tag

Virtuelle Maschinen (Debian, CentOs, FreeBSD, Solaris, Windows 7, elemetary OS, Ubuntu-Server, SuSE) auf die Platte schieben und diese versuchsweise in Betrieb nehmen. Merkwürdige "Hänger": Sowohl die virtuellen Maschinen als auch Windows 10 "hängen" immer mal etwa eine Minute.

Im Syslog nachgeschaut. Windows beschwert sich. Mehrfach wurde für das Schreiben von 4096 Bytes (zwei Seiten Schreibmaschine) zwischen 20 und 48 Sekunden gebraucht. Offenbar stempelt da jemand die Bytes mit der Hand in die Festplatte. Sowas kann ich nicht brauchen.

Was noch: Eine Suche nach einer aktualisierten Firmware blieb ergebnislos. Scandisk hing über eine Stunde bei 10%.

Was bleibt: Die Festplatte löschen. Das geht unter einem brauchbaren Betriebssystem ganz brutal mit
~> sudo shred /dev/sdA # Tipp: Nicht einfach abschreiben, erst nachdenken!
und wird vermutlich etwa einen Tag lang dauern.

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